Früh aufgestanden ,,, aber nicht ganz vergeblich, 25.02.2009

Posted on Februar 25, 2009. Filed under: Uncategorized | Schlagwörter: , , , , , , , , |

Für den heutigen (sehr) frühen
Morgen hatten wir uns angemeldet zum Early-Morning Dive, um – beim
ersten Tauchgang – am Tauchplatz „Kimud Shoal“ im Blauwasser
(ohne Grundsicht, im Freiwasser schwebend) nach Hammerheads Ausschau
zu halten. Naja, langer Rede kurzer Sinn, ich hab mich halt nach drei
Stunden Schlaf aus den Laken geschält und bin mit meinen
Mitreisenden und Tauchbuddies lange vor Sonnenaufgang zur Tauchbasis
gegangen.

Nachdem alle Taucher langsam
eingetrudelt waren, haben wir das kleine Zubringerboot „Little
Poloy“ genommen und sind zum nächtlichen Liegeplatz der
Talisin rausgetuckert. Dort erwartete uns auch schon der Kapitän
Dino und ruckzuck waren wir, nachdem alle ihre Ausrüstung
geprüft haben, auf dem Weg in Richtung Fahrrinne, gen Leyte.

Mit der am Horizont aufsteigenden Sonne
sind wir ins Wasser gesprungen und haben uns von dem als Kimud Shoal
genannten Plateau auf circa 20 Meter Tiefe, mit der Sonne als
natürliche Navigationsmarke rechts hinter uns, ins Blauwasser
vorgetastet. In einer Reihe fächerförmig ausschwärmend
haben wir uns und dann im Zickzack um das Plateau herumgearbeitet,
die Augen angestrengt und gespannt „into the blue“.

Wir hatten leider nicht das Glück
der Gruppe die am Vortag an diesem Platz eine Schule von Hammerhaien
gesehen und fotografiert hat, aber gut 😉 So etwas gibt’s eben
nicht auf Bestellung und es so bleibt es auch immer Glückssache.

Das einzige was wir erwischt haben –
beziehungsweise was uns erwischt hat – waren riesige meterlange
Nesselfäden fast unsichtbarer, aber elegant wie schwerelos durch
das Wasser gleitender Quallen, nicht weiter schlimm aber für
einen Moment brennt es als sei man durch eine Feuerqualle an der
Nordsee durchgetaucht 😉

Nachdem sich der Flaschendruck der
obligatorischen Sicherheitsreserve angenähert hatte, sind wir
zurück zum Plateau und haben das Ankerseil des Boots gefunden.
Dies ersparte uns eine treibende Deko und den Aufstieg an einer SMB
(Bojenleine mit Surface Marker Buoy [auch Elefantenkondom genannt]).

Als dann alle Tauchergruppen vom Boot
aufgelesen waren, ging es weiter zu unserem nächsten Ziel –
Monad Shoal – ebenfalls ein etwas größeres Plateau (mit
sehr schön bewachsenen Drop-Off Walls, by the way zu allen
Seiten) auf dem sich mehrere Putzer-Stationen befinden, die zu
verschiedenen Tageszeiten von Fuchsschwanzhaien (Treshersharks) und
Mantas frequentiert werden. Dort lagen schon zwei Tauchboote, von
anderen ortsansässigen Tauchbasen (Exotic-Diver und
Treshersharkdiver) vor Anker.

Wir haben unser Schiff festgemacht und
zugesehen, das wir zügig wieder ins Wasser kommen. Zunächst
das übliche Abgrasen der typischen Plätze an der
Abbruchkante, danach sind wir erst mal quer über die Plattform
zur gegenüberliegenden Kante geschwommen. Auf dem Weg wurden wir
von zwei ebenso skeptischen wie auch mutigen Drückerfischen
begleitet und einige Male angegriffen, als wir (vermutlich) zu weit
in ihr Revier eingedrungen sind.

Ich lachte mich gerade unter Wasser
kaputt darüber das mein Tauchbuddy sich mit Flossen gegen einen
der beiden zur Wehr setzen musste, als ich unseren Guide Vic hörte,
der sich bemerkbar machte.

Ich guckte mich um und sah just in dem
Moment Vic, der wild gestikulierend das Handzeichen für „Hai“
machte, und dann über der Kante den Fuchshai.

Ich bin sofort in Richtung Vic und ließ
mich neben ihn auf den Grund sinken… wow Tresher – und was für
einer. Ein schönes Tier, die markante Schwanzflosse bestimmt
zwei Drittel so lang wie die Rumpflänge. Der Treshershark war
bestimmt drei Meter, dann diese Wahnsinnsflosse – einfach nur
imposant und beeindruckend, wie er gemächlich an der Riffkante
seine Bahn zog und kreiste – endlich hatte ich den Hai auch mal mehr
als nur schemenhaft gesehen. Sehr geil, aber der Hai verlor offenbar
schnell den Spaß dran und tauchte wieder in das unendliche blau
ein um so plötzlich wieder verschwunden zu sein, wie er
aufgetaucht war. Der Tauchgang hat mich aber definitiv für das
frühe Aufstehen entschädigt und im Anschluß auf dem
Rückweg zum Boot haben wir dann nur noch ein bisschen Flachs auf
dem Safetystop gemacht, ich hab meinen fotografierenden Buddy auch
mal abgelichtet und nach genau 60 Minuten war ich wieder an Bord des
Tauchschiffs. Nach kurzem Debriefing ging es dann wieder nach
Malapascua zurück, wo wir dann noch gemeinsam gefrühstückt,
und den Tauchgang reflektiert haben.

Im Anschluß daran bin ich dann
erstmal wieder auf mein Cottage im Cocobana und hab ein paar Stunden
Schlaf nachgeholt. Alles in allem ein lohnenswerter Tauchgang –
auch wenn das frühe Aufstehen verhindert das man sich das jeden
Tag antut 🙂

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